Pedanten und Chaoten [Eine Anthologie]

 Hrsg. Batya Horn

Pedanten und Chaoten [Eine Anthologie]

 

Wien 2008

132 Seiten,

18 s/w Abb. & 8 Farbabb.

 

ISBN 978-3-901190-50-6

€ 22,00

Beiträge u.a. von Friederike Mayröcker, Angelika Kaufmann, Anselm Glück, Eugen Gomringer, Burghart Schmidt, Andreas Okopenko, Renald Deppe, Günter Brus, Gerhard Rühm, Oz Almog, Klaus Kufeld u.v.a.

 

Den Pedanten gibt es in der reinen Form der Fallstudie ebenso wenig wie den heillosen Chaoten.

Es hat sich ein Mischtypus herausgebildet, der das Chaos zur Stilisierung seines Selbst benötigt und gleichermaßen der Ordnung als Zurüstung seines Ichs bedarf.

So spannt sich der Bogen der Beiträge von Friederike Mayröckers Diktum der Zerstücktheit der Wahrnehmung über die Bestandsaufnahme chaotischer Lebensum- wie -zustände bis zur nüchternen, ernüchternden und ausgenüchterten Betrachtung des Phänomens durch die kulturphilosophische, sozial- und geisteswissenschaftliche Linse.

 

Pendanterie & Chaotik sind keine polare Gegensätze, sondern wechselseitige Bedingungen, die in immer neuen Figurationen und Relationen und stets sich verändernden Kräfte- wie Intensitätsverhältnissen für eine progressive Fortschreibung gesellschaftlicher Strukturen sorgen. Pedanterie & Chaotik sind innerhalb eines sozialen Gefüges starke Triebkräfte, die weit mehr als bloße Lebensprinzipien darstellen.

 

In dieser Anthologie werden neben den unterschiedlichsten äußeren Erscheinungsbildern [Ordnungssysteme, Zwänge und Phobien etc.] von Pedanterie & Chaotik auch die psychologischen, philosophischen und soziologischen Ursprünge derselben aufgezeigt und analysiert. Weiters beschäftigen sich Beiträge auch mit den ästhetischen Ausprägungen 

von Pedanterie & Chaos in der Geistes- und Kulturgeschichte.

 

Wie bereits in den vorangegangenen Anthologien äußern sich Schaffende, Forschende und Denkende unterschiedlichster Stil- und Fachrichtungen zum Thema.

 

Zu den vertretenen Literaten zählen u. a. renommierte Literaten wie Friederike Mayröcker,  Andreas Okopenko und Gerhard Rühm, aber auch Neuentdeckungen wie Verena Harzer, Annette Knospe oder der international anerkannte Musiktheaterregisseur Roland Schwab.

 

Auf wissenschaftlicher Seite sind u.a. der Film- und Medienwissenschaftler Günter Krenn [Österreichisches Filmarchiv], der Philosoph Burghart Schmidt und der Soziologe Klaus Kufeld [Ernst-Bloch-Stiftung] vertreten.

 

Als bildende KünstlerInnen sind u.a. vertreten: Anselm Glück und Ingo Nussbaumer.

 

Batya Horn ist Gründerin und Verlagsleiterin der Edition Splitter, seit 1990/91.